Warum wir ein Schwarzes Brett für Gemeinden bauen
In fast jedem Dorf hängt es: das Schwarze Brett am Rathaus, am Konsum oder an der Bushaltestelle. Dort steht, wann die Feuerwehr übt, wann der Gemeinderat tagt, welche Straße gesperrt wird und wer zum Erntedankfest einlädt. Es funktioniert seit Generationen – unter einer Bedingung: Man muss daran vorbeikommen.
Genau daran hakt es. Wer arbeiten fährt, kommt an dem Brett nicht mehr vorbei. Wer zugezogen ist, weiß nicht, dass es existiert. Und wer unter dreißig ist, holt sich seine Informationen nicht von einem Zettel hinter Glas. Das Ergebnis kennt jede Gemeinde: Der Sportverein sucht Nachwuchs und findet keinen. Das Dorffest wird von denselben zwölf Leuten organisiert wie im Vorjahr. Nicht aus Desinteresse – sondern weil die Information nie dort ankommt, wo die Leute hinschauen.
Deshalb bauen wir dorfbrett.de.

Was es ist
Jede Gemeinde bekommt eine eigene Seite: Beiträge, Termine, eigene Bereiche für Feuerwehr, Vereine und Kirchgemeinde, dazu feste Infoseiten wie Sprechzeiten des Rathauses. Wer etwas einträgt, füllt ein Formular aus – kein CMS, keine Schulung, keine Fachbegriffe. Wer welche Rechte hat, entscheidet die Gemeinde selbst: Verwaltung, Redaktion oder nur Beiträge schreiben. Der Feuerwehrverein pflegt seinen Bereich also selbst, ohne dass jemand im Rathaus jede Meldung abtippen muss.
Herauskommt eine Adresse, die man auf einen Zettel schreiben kann. Zu jeder Gemeinde gehört ein QR-Code – auch als fertiger Aushang in A4. Der hängt dann am echten Schwarzen Brett, und wer im Vorbeigehen sein Handy davorhält, hat den gesamten Inhalt in der Tasche. Das alte Brett wird nicht ersetzt, es bekommt eine Verlängerung.
Wie das aussieht, zeigt unsere Beispielgemeinde Wunderland-Dorf – vollständig eingerichtet und frei zugänglich.
Worauf wir dabei achten
Es muss erreichbar sein. Die Leseseite ist statisch, sie hängt an keiner Datenbank und an keinem Anmeldeserver. Fällt bei uns die Verwaltung aus, sind die Termine trotzdem noch da. Für eine Gemeindeseite ist das keine Nebensächlichkeit – wenn die Straßensperrung ausgerechnet dann nicht abrufbar ist, wenn alle danach suchen, hat man nichts gewonnen.
Es bleibt in Deutschland. Keine amerikanischen Dienste, kein fremdes CDN, keine extern geladenen Schriftarten. Eine Gemeinde, die ihre Bürger informiert, soll die Daten ihrer Leser nicht nebenbei um die halbe Welt schicken. Das ist für uns keine Marketingzeile, sondern der Grund, warum wir alles selbst betreiben.
Es muss ohne uns funktionieren. Wenn eine Gemeinde für jede Änderung anrufen muss, ist das Projekt gescheitert. Ein Einrichtungsassistent führt einmal durch die Pflichtangaben, danach arbeitet die Gemeinde allein.
Was wir uns davon erhoffen
Am Ende geht es nicht um Software, sondern um Anschluss. Ein Dorf lebt davon, dass Leute mitmachen – im Verein, bei der Feuerwehr, beim Fest. Mitmachen kann aber nur, wer erfährt, dass es etwas zum Mitmachen gibt. Für die Generation, die heute zwischen fünfzehn und dreißig ist, findet dieses Erfahren auf einem Bildschirm statt, oder es findet nicht statt.
Wir glauben nicht, dass eine Webseite ein Dorf rettet. Aber wir glauben, dass die Hürde zwischen „hätte ich gewusst” und „bin dabei” oft nur aus einer fehlenden Information besteht – und die lässt sich beheben.
Für Gemeinden
Dorfbrett ist startklar und wir suchen Pilotgemeinden. Nach der Freischaltung sind die ersten sechs Monate kostenlos, danach beginnen die Preise bei einem Betrag, für den man keine zweite Sitzung des Gemeinderats braucht. Die Einzelheiten stehen auf dorfbrett.de – und wer lieber erst fragt, erreicht uns über das Kontaktformular.